Katholische Kirchengemeinde Herz Jesu, Neuruppin
 
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Katholische Kirchengemeinde Herz Jesu, Neuruppin

Vorschaubild

Präsidentenstr. 86
16816 Neuruppin

Telefon 03391 2922
Telefax 03391 512559

E-Mail E-Mail:
Homepage: www.herz-jesu-neuruppin.de
Homepage: www.katholische-kirche-neuruppin.de

Vorgeschichte
Das Dominikanerkloster in Neuruppin, gegründet 1246, hatte großen Einfluss auf das geistige und religiöse Leben in Neuruppin. Pater Wichmann von Arnstein ist der Gründer und erste Prior des Klosters. Er wurde im Mittelalter als Theologe geschätzt und von den Neuruppinern als Heiliger und Wundertäter verehrt. Sein Name ist in Neuruppin noch vielerorts gegenwärtig (Wichmann Linde, Wichmannstraße) und alljährlich wird das Wichmannfest als Volksfest gefeiert. Im Zusammenhang mit der Reformation wurde das Kloster 1541 aufgelöst. Damit erlosch das katholische Leben für lange Zeit.

 

Neubeginn

Ab 1800 wurden jährlich zwei Gottesdienste in der Siechenhauskapelle mit einem Priester der St. Hedwigskirche Berlin gefeiert. 1836 gehörten 271 Katholiken zur Gemeinde.  Pfarrer Wilhelm Kurz war ab 1849 der erste ständige Seelsorger in der Missionspfarrei Neuruppin. Die Mitbetreuung der Katholiken in Rheinsberg, Lindow, Alt-Ruppin, Gransee, Neustrelitz, Wittstock, Wittenberge, Perleberg, Havelberg, Wusterhausen, Kyritz und  Fehrbellin waren ihm anvertraut. In dieser Zeit waren die Hauskapelle mit dem Namen St. Marien-Kirche, Pfarrwohnung und Schule mit Lehrer in dem Haus, das jetzt Robert-Koch-Straße 3 ist.Mit der Stiftungsurkunde von 1894 von Fürstbischof Georg Kardinal Kopp, Breslau wird die Missionspfarrei Neuruppin zu der vollberechtigten Pfarrei Herz-Jesu.
 

Kirche Herz Jesu

Pfarrer Robert Hirschfelder war der Bauherr der Kirche, 1882 war die Grundsteinlegung. Der Architekt Franz Statz aus Berlin fertigte die Pläne und Zeichnungen für die Kirche, das Pfarrhaus und die Schule. Die Bauausführung hatte der königliche Baumeister Rommel. Der gesamte Bau kostete 74 000 Mark. Gelder des Bonifatius- Vereins des Fürstbischofs Heinrich von Breslau und der bischöflichen Delegatur Berlin kamen zu den Eigenmitteln hinzu.Die feierliche Einweihung der Kirche am 24. Juli 1883 erfolgte vom Delegaten des Bischofs von Breslau Dr. Aßmann. Die Kirche ist in neugotischen Baustil ausgeführt. Die ursprüngliche Ausstattung der Kirche wurde im Laufe der Jahre erneuert. Der Kirchturm ist 34 m hoch. In ihm hingen zur Einweihung 2 Glocken. 1908 wurden diese von einem Geläut von 3 Glocken ersetzt. 1917 wurden 2 von den Glocken zu Kriegszwecken beschlagnahmt. 1926 wurde ein neues Geläut mit 3 Glocken installiert. Davon sind die zwei großen Glocken ebenfalls zu Kriegszwecken beschlagnahmt worden. Heute ruft nur die kleine Marienglocke zum Gebet.Zur Grundausstattung der Kirche gehörte eine Orgel des Neuruppiner Orgelbauers Hollenbach. 1977 wurde diese Orgel durch eine neue der Firma Schucke, Potsdam ersetzt, da eine Sanierung der alten Orgel nicht finanzierbar war.Von der alten Kircheninnenausstattung sind erhalten: Kreuzwegbilder und Taufstein. Erneuert wurden Altar, Kirchenbänke, die Pieta und die Herz-Jesu-Figurengruppe (Jesus und der Lieblingsjünger Johannes – Sigmaringen). Zum 150. Geburtstag der Gemeinde – (1849 – 1999) schuf sich die Gemeinde eine Begegnungsstätte, den „Wichmann-Saal“.