Katholische Kirchengemeinde Herz Jesu, Neuruppin
 
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Kirche St.Joseph Lindow

Vorschaubild

Am Wutzsee 14
16835 Lindow (Mark)

Das Zisterzienserinnenkloster Lindow, gegründet um 1240, erlosch mit der Reformation um 1550. Es war mit Kirche und Schule der geistige Mittelpunkt des Landes. Erst ab 1859 sammelte sich wieder eine katholische Gemeinde.

 

1849 Erster katholischer Pfarrer in Neuruppin, der u. a. auch für Lindow zuständig war.

 

1859 Gründung eines Kirchbauvereins in der Neuruppiner Gemeinde; Spendenaufrufe werden versandt (Gottesdienste werden in angemieteten Räumen gefeiert),

 

1926 Erwerb des Grundstücks

 

Grundsteinlegung 07. Juni 1931 durch den Dompropst von der Berliner St. Hedwigskathedrale Dr. Paul Steinmann

Bauherr: Katholische Pfarrgemeinde Herz Jesu zu Neuruppin, vertreten durch Geistlichen Rat Pfarrer Josef Röhnelt.

Architekt und Bauüberwacher: Wilhelm Fahlbusch, Berlin.

Bauausführende: Gewerke aus Lindow und Umgebung

Baumaterialien: Seebecker Ziegel, märkische Kiefer, schlesische Dachsteine.

 

Konsekration (Einweihung): 01. November 1931 (Allerheiligentag) durch Bischof Christian Schreiber.

 

Baustil und Ausstattung: Klare, einfache Formen; Der Kirchraum ist ohne besondere Ausstattung. 

 

Geläut: Ursprünglich gab es zwei Glocken: die kleine Marienglocke und die große Josephsglocke, die am 19.03. 1942 (Josephsfest) zu Kriegszwecken beschlagnahmt wurde. 

Die Bleiverglasung der Fenster musste in den siebziger Jahren durch Betonfenster ersetzt werden (Vandalismus).

 

Die Gemeinde war von 1946  - 2004 eine unselbständige Kuratie.

 

Mit Hilfe des Erzbistums Berlin, der Kirchengemeinde Neuruppin und dem Bonifatiuswerk errichtete Pater Jürgen Knobel 2014 in Lindow auf dem Kirchengrundstück St. Joseph die Klause St. Bernhard als erste Eremitage im Land Brandenburg seit ca. 500 Jahren.

 

"Klause" bezeichnet den Wohnort eines Eremiten - "Eremit" kommt aus dem Griechischen und bedeutet Wüste bzw. Einsamkeit oder Rückzug von Lärm und Ablenkungen der Welt.

 

Dieser Rückzug ist frei gewählt und hilft dem Eremiten, den Weg der geistigen Vertiefung für sich und die Welt zu gehen.

 

Namensgeber der Klause ist Bernhard von Clairvaux, Gründer des Zisterzienserordens; sie knüpft daher unmittelbar an die möchische Tradition der Zisterzienserinnenabtei Lindow an.

 

Seit Bestehen der Klause St. Bernhard finden in St. Joseph zu Lindow wieder regelmäßig Gottesdienste statt (i.d.R. sonntags um 11 Uhr) - in Absprache mit dem Eremiten sind auch Tage der Stille, Einzelexerzitien, geistliche Begleitung und spirituelle Erfahrungswochenenden möglich.